Zwischen 2019 und 2021 nahmen elf Jugendorganisationen in ganz Schottland am The Listening Fund teil. Das Ziel war es, zu verbessern, wie jugendzentrierte Organisationen jungen Menschen zuhören und reagieren, nicht nur in Feedback, sondern als eine Führungspraxis, die von Empathie und Inklusion geleitet wird. Die Bewertung des Programms ergab, dass wenn Führungskräfte Strukturen zum Zuhören schufen (Jugendberatungsgremien, Schulung des Personals zum aktiven Zuhören), junge Menschen berichteten, dass sie sich stärker ermächtigt und gesehen fühlten. Zum Beispiel überarbeitete eine Partnerorganisation ihren Entscheidungsprozess, nachdem sie erkannt hatte, dass ihre LGBTQ+-Jugendbeteiligten nicht das Gefühl hatten, dass ihre Bedürfnisse in der Programmplanung berücksichtigt wurden. Anstatt sich öffentlich zu entschuldigen oder den Inhalt sofort anzupassen, verlangsamte das Führungsteam und investierte in Einzelgespräche mit den betroffenen Personen und schuf laufende Kanäle für emotionale Check-ins und kollaborative Entscheidungsfindung (Hickman Dunne, 2021). Dieses Beispiel zeigt, dass wenn Führungskräfte mit echter Empathie zuhören und dieses Zuhören ihre Handlungen prägt, sie vertrauensvolle Umgebungen fördern, in denen sich junge Menschen nicht nur als Teilnehmer, sondern als Co-Schöpfer von Veränderung geschätzt fühlen.